Institut für Diasporawissenschaften

Evangelische Existenz in der Diaspora

Ein Kompetenzgewinn für das Leben und das Zeugnis der Kirche

Evangelische Existenz in der Diaspora bedeutet immer ein Kompetenzgewinn für das Leben und das Zeugnis der Kirche. Diesen zu nutzen für Theologie, Kirche und Gesellschaft ist das zentrale Anliegen des Instituts für Diasporawissenschaft.

„Durch das Institut für Diasporawissenschaft ist mir bewusst geworden, dass für uns Protestanten, aber auch ganz allgemein für Christen im zusammenwachsenden Europa, die Beschäftigung mit dem Thema Diaspora wichtig ist. Wissenschaftliches und theologisches Arbeiten und Erkennen hilft zu angemessenem und offenem Verhalten. So wird die praktische Arbeit in Diasporasituationen, wie sie überall in Europa sind, zu verbindendem und versöhnendem Wirken, auch bei unterschiedlicher Identität.“ (Lenka Kusendova, Slowakei, Studienjahr 2005/2006.)

Dialog ist die Basis für ein friedliches Zusammenleben der Menschen und Kulturen.

Wir wollen kirchliche Minderheiten mit ihren Grundrechten, ihrem Schutz und ihrer Bedeutung für ihr gesellschaftliches und religiöses Zusammenleben wissenschaftlich begleiten.

Wir wollen christlich relevante Konzepte und Perspektiven für ein friedliches Zusammenleben der Menschen und Völker angesichts religiöser, gesellschaftlicher und kultureller Unterschiede entwickeln und vermitteln.

Wir wollen theologische Kompetenz und geistliche Gemeinschaft mit und zwischen den evangelischen Minderheiten fördern.

Wir wollen die Geschichte der protestantischen Minderheiten in ganz Europa und Lateinamerika erforschen und Zukunftsperspektiven mit ihnen entwickeln.

Wir wollen evangelische Minderheitskirchen in ganz Europa und Lateinamerika unterstützen.

Wir wollen zentrale Beiträge zum Profil des Protestantismus im 21. Jahrhundert entwickeln.

„Durch die Teilnahme an Lehrveranstaltungen und Studienkursen, die das Institut für Diasporawissenschaft organisiert, wurde für mich die Bedeutung von Diaspora erst deutlich. Wie wichtig ist doch gegenseitige Begegnung und der Austausch! Ich bin dankbar für die gegenseitigen Informationen und das gemeinsame Lernen mit Vertretern vieler europäischer Kirchen. Es bringt einander näher und stärkt die Verantwortung für das Zusammenleben in Europa.“ (Vladislav Iviciak, Serbien- Montenegro, Studienjahr 2002/2003.)

Wir brauchen eine wissenschaftliche Basis für den internationalen Dialog.

Forschung und Lehre

Lehrveranstaltungen, Promotion sowie spezielle Studienarbeiten und Forschungen werden an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig durchgeführt und angeboten. Außerdem finden immer wieder spezielle Studienkurse und Tagungen statt.

Stipendienprogram

Jährlich studieren Stipendiaten und Stipendiatinnen aus evangelischen Diasporakirchen Europas und Lateinamerikas, u.a. mit einem Stipendium des Gustav- Adolf- Werkes e.V., an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig. Dadurch wird ein internationaler Dialog initiiert, mit weitreichenden Folgen für Pfarrer- und Pfarrerinnen in den jeweiligen Heimatkirchen und -ländern.

Bibliothek

In der Bibliothek für die Theologische Fakultät besteht eine spezielle Abteilung, die sich in besonderer Weise Diasporafragen widmet. Teilweise wurden die Bücher vom Gustav- Adolf- Werk als Depositum zur Verfügung gestellt. Sie spiegeln die vielfältigen Erfahrungen und theologischen Einsichten der Diasporaarbeit wider. Dieser Bibliotheksbestand steht allen Interessenten in der Zweigstelle Theologie der Universitätsbibliothek (Eingang: Dittrichring 1, 04109 Leipzig) zur Verfügung.

Theologische Fakultät

Das Institut für Diasporawisschenschaft befindet sich im Gebäude der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig am Institut für Kirchengeschichte (Otto- Schill- Str. 2, 04109 Leipzig, 4. Stock). In diesem Haus ist die Bibliothek untergebracht. Dort werden auch die Lehrveranstaltungen durchgeführt. Es ist der Ort für Begegnungen und Dialog in der Diasporawissenschaft.

Wir werden ökumenefähig, wenn wir weltweit ein Reformatorisches Profil entwickeln.

„Das Institut für Diasporawissenschaft hat sich ein großes Ziel gesetzt. Wir werden nur dann ökumenefähig sein, wenn wir im eigenen Land, in Europa und weltweit reformatorisches Profil haben“. Landesbischof i.R., Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Engelhardt, Ratsvorsitzender der EKD 1992–1998

„Hier ist wahrscheinlich der einzige Ort, wo man darüber hinaus die spezifischen und wertvollen Erfahrungen des Lebens christlicher Minderheiten in den verschiedensten Kontexten und unter nicht immer leichten Bedingungen intensiv studiert und theologisch bearbeitet. Es ist besonders wertvoll für diejenigen, die sich für praktische Arbeit in Diasporakirchen und Gemeinden erst vorbereiten. Aber ebenso eine gute Gelegenheit für diejenigen, die längere Erfahrungen aus der Praxis haben und das mit einer breiteren und vertieften Perspektive neu reflektieren möchten.“ Dr. Ladislav Benes, Dozent an der Evangelischen Theologischen Fakultät der Karls-Universität, Prag/Tschechien.

„Dass die Kirchen sich zu Volkskirchen entwickeln, konnte nur eine vorübergehender Zustand sein, auch wenn er bei einigen Kirchen andauerte. Im Zeitalter von Globalisierung, weltweiten Wanderungsbewegungen und religiöser Durchmischung werden künftig alle Kirchen Diasporakirchen sein. Das, was Diaspora ausmacht, zu erforschen und dazu beizutragen, dass Diasporakirchen lebendige, blühende Kirchen sind und werden: dafür hat sich Leipzig das Institut für Diasporawissenschaft etabliert, mit Bedacht in der Nähre des Gründungsortes des Gustav-Adolf-Werkes und in enger Kooperation mit der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig, die seit vielen Jahren der Diasporaforschung erhöhte Aufmerksamkeit widmete.“ Propst i.R. Joachim Jaeger, Erfurt.

„Wir sind Zeugen einer großen Wanderungsbewegung in Europa. Menschen sind unterwegs aus vielen Ländern der Erde. Das Institut für Diasporawissenschaft kann einen eigenen Beitrag leisten zum Schutz von Minderheiten, gegen Entwurzelung und Verlust der Heimat...“ Barbara Rinke, Oberbürgermeisterin der Stadt Nordhausen/Thür., Präses der Synode der EKD, Präsidentin des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Stuttgart 1999.

 

Vorstand

  • Prof. Dr. Klaus Fitschen, Vorsitzender
  • Prof. Dr. Gert Pickel, stellv. Vorsitzender
  • Henning von Bischoffshausen, Schatzmeister
  • Dr. Wilhelm Hüffmeier, Vertreter des Gustav- Adolf- Werkes
  • Prof. Dr. Peter Zimmerling, Vertreter der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig

Wissenschaftlicher Beirat

 

  • Dozent Dr. Ladislav Beneš, Prag/Tschechien
  • Dr. Daniele Garrone, Rom/Italien
  • Dr. László Gonda, Debrecen/Ungarn
  • Prof. Dr. Jutta Hausmann, Budapest/Ungarn
  • Generalbischof Dr. Miloš Klátik, Bratislava/Slowakei
  • Prof. Dr. Boguslav Milerski, Warschau/Polen
  • Prof. Dr. Wolfgang Ratzmann, Leipzig/Deutschland
  • Dr. Katarina Schächl, Montpellier/Frankreich
  • Prof. Dr. Karl Schwarz, Wien/Österreich

Mitmachen lohnt sich!

Ihre Möglichkeiten

Mit einer einmaligen oder regelmäßigen Spende unterstützen Sie unsere wichtige Arbeit. Mit einer projektbezogenen Einzelspende oder einem Vermächtnis, einer Stiftung entsprechend Ihrer Bestimmung, können Sie wesentlich beitragen. Als Mitglied im Verein Evangelische Diaspora e.V. - Institut für Diasporawissenschaft haben Sie eine direkte Mitwirkungsmöglichkeit an der Arbeit des Instituts. Der jährliche Mindestbeitrag beträgt: für Einzelpersonen 25,- Euro, für juristische Personen 125,- Euro.

Bankverbindung

Der Verein Evangelische Diaspora e.V. - Institut für Diasporawisschenschaft ist als gemeinnützig anerkannt. Für Spenden stellen wir Ihnen gerne eine Zuwendungsbestätigung aus.

  • Commerzbank Leipzig
  • (BLZ 860 400 00)
  • Konto Nr. 10 998 29
  • Steuer Nr. 231/140/2386
  • IBAN: DE28 8604 0000 0109 9829 00
  • BIC: COBADEFFXXX

Sekretariat

Evangelische Diaspora e. V.

Susanne Hesse

Telefon: +49 341 9735430

E-Mail: susanne.hesse(at)theologie.uni-leipzig.de

letzte Änderung: 13.10.2016