Projekte

In den letzten fünf Jahren wurden folgende Projekte anteilig unterstützt:

Exkursionen für Studierende, u. a. nach Prag, Klausenburg, Graz, Görlitz, Straßburg, Warschau, Bratislava

Nachwuchstagungen zum Protestantismus in der DDR (innerdeutsche Diaspora)

Studienaufenthalte für Doktoranden: Indrek Pekko (Estland, Zuschuss zu den Aufenthaltskosten), Michael Pfann (Tschechien, Zuschuss für Übersetzungskosten der Dissertation)

Publikationen, z. B. "Lexikon der bedeutendsten Protestanten in Polen-Litauen im 16. Jahrhundert" (Herausgeber: Dr. Georg Ziaja), Ungarisches Pfarrerbuch, Ausstellung "Brückenschläge - D. E. Jablonski im Europa der Frühaufklärung"

Folgende Projekte sind als nächstes mit den Mitteln des Vereins geplant:

Sammelband "Evangelische Diasporakirchen nach dem Ersten Weltkrieg und ihre ökumenischen Beziehungen" (erscheint als Jahrgang 2018/19 des Jahrbuchs "Die Evangelische Diaspora"):

I. Der Erste Weltkrieg als Katastrophe für die Ökumene der Diaspora
II. Der Zerfall der Reiche und die Geburt neuer Kirchen
III. Diasporakirchen als Deutschlands Gegner über den Krieg hinaus?
IV. Ökumenische Tagungen als schwierige Orte der Begegnung
V. Eine Neuorientierung des GAW? Kontinuität und Neuanfang. Ein Ausblick auf die 1920er Jahre

Tagung "Aufarbeitung der Geschichte des GAW in der Zeit des Nationalsozialismus" (2019)

Das Gustav-Adolf-Werk gehört zu den wenigen protestantischen Vereinen und Verbänden, die außerhalb von Diakonie und Innerer Mission die nationalsozialistische Diktatur und auch die SED-Diktatur in nennenswerter Größe überstanden haben und bis heute lebendig sind. In seiner 185jährigen Geschichte ist es unter wechselnden politischen Rahmenbedingungen (nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Ländern seiner Partnerkirchen) seinem Auftrag nachgekommen. Dennoch ist die Zeit des Dritten Reiches nicht einfach eine Episode. Die politischen Rahmenbedingungen (wiederum nicht nur die in Deutschland) waren eigener Art und lassen danach fragen, ob und wie das GAW bzw. der damalige GAV seinem Auftrag nachkamen. Immerhin agierte man im Rahmen einer Politik und Kirchenpolitik, die eine Gemengelage aus totalitärem ideologischen Anspruch, kirchlichen Einverständniserklärungen zum Nationalsozialismus, innerkirchlichem Widerspruch gegen die staatliche Gleichschaltung der Kirchen mit dem Staat und in der Kriegszeit auch einer Besatzungsherrschaft darstellte, die viele Partnerkirchen des GAV in den an Deutschland angrenzenden Ländern betraf.

 

 

letzte Änderung: 01.06.2018